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Hildesheim/Video: Karrierecenter untüchtig gemacht – Niemals kriegstüchtig – gegen die Wehrpflicht

anonym 4. März 2026 Global

Nicht erst seit dem Genozid in Gaza macht sich Deutschland zum Komplizen in den verbrecherischen Taten auf dieser Welt, die abertausende Menschen weltweit das leben kosten. Jeden Tag ist Deutschland beteiligt und profitiert von Kriegshandlungen, die vor allem von Profitinteressen gesteuert sind. Unter dem Deckmantel die Welt sicherer zu machen, wird eine kapitalistische Weltordnung verteidigt, und den eigenen Interessen entsprechend mit Gewalt, die immer die Bevölkerung trifft, umgestaltet.
Die Rüstungsindustrie boomt und wird zum sicheren Arbeitgeber, während der Sozialstaat immer weiter abgebaut wird und Gelder in medizinischer Versorgung, Bildung und vielen anderen Bereichen gekürzt werden. Der dritte Weltkrieg tobt und Deutschland ist Teil davon.

Die Kriegsmaschinerie kriecht in jeden Abschnitt unseres Lebens. Im öffentlichen Bild des Alltags, auf riesigen Plakatwänden, durch Talkshows und Reden von Politiker:innen soll sich der Krieg in unsere Mindsets schleichen und normalisiert werden. Während tägliche Nachrichten uns abstumpfen lassen sollen gegenüber dem Leid anderer, soll uns gleichzeitig verkauft werden das das alles nichts mit uns zu tun hat und weit weg passiert, es aber nötig ist unser „gutes, sichereres“ Leben hier zu verteidigen.
Gut und Böse, Freund und Feind – diese Gegensätze werden uns diktiert um Seiten zu wählen und diese sogenannte Demokratie zu verteidigen. Wir wollen ausbrechen aus diesen Konstrukten. Dabei stehen wir nicht nur in Solidarität mit den Ausgebeuteten oder kämpfen für andere. Nein, wir wollen ein gutes Leben für uns und alle. Denn wir können nur leben, wenn es möglich ist, dass alle Menschen ein gutes Leben haben. Hier, im Iran, in Syrien, in Kurdistan, in Palästina, im Kongo, im Sudan, und überall.

Stattdessen soll eine Jugend wieder an den Gedanken gewöhnt werden für „ihre“ Nation zu kämpfen und zu sterben. Die Mehrheit der jungen Erwachsenen lehnt die Wehrpflicht ab. Bis jetzt waren schon über 55.000 Schüler:innen dagegen auf der Straße und haben die Schule bestreikt. Für die Wehrpflicht gab es keine einzige Demo. Es wird ein Bedrohungsszenarion aufgebaut und Fronten geschaffen um eine schweigende Mehrheit zu generieren, die mitmacht bei der Kriegstreiberei.

Die Schüler:innen zwingen die Verantwortlichen, dass ihnen, die in den noch kommenden Kriegen ihre Leben lassen sollen, zugehört wird. Wir wollen uns mit unserer Aktion anschließen und zusammen mit ihnen die laute Mehrheit der Gesellschaft formen, die klar gegen Krieg ist.
Deshalb geht alle am 5.3.auf die Strasse und unterstützt den Schulstreik gegen die Wehrpflicht!

Wenn nicht jetzt die Zeit ist sich zu organisieren und zu sabotieren, wann dann? Deutschland darf bis 2029 nicht kriegstüchtig werden. Als Beitrag dazu haben wir dem Karrierecenter der Bundeswehr in Hildesheim einen neuen Anstrich und eine angemessene Geruchsnote verpasst.

#niemalskriegstüchtig
#agenda2029

https://streamable.com/f3halu

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Lüneburg: Bundeswehr-LKW Typ „Elefant“ abgebrannt - Solidarität mit den streikenden Schüler*innen!

von: anonym am: 05.03.2026 - 23:49

Schüler*innen! Ihr seid auf der Straße, weil ihr kein Kanonenfutter sein wollt.
Der „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ mobilisiert Tausende.
Solidarisch mit eurem Streik haben wir in der Nacht auf den 05. März 2026 einen Transport-LKW des Typs „Elefant“ der Bundeswehr auf einem Werkstattgelände in Lüneburg abgefackelt.

Niemand wird uns vor angeblichen Gefahren schützen, keine Politiker*in, aber auch nicht der Ausbau der Bundeswehr oder die Aufrüstung. Schüler*innen wie euch wird von manchen vorgeworfen, ihr wärt egoistisch und müsstet stattdessen euer „Vaterland“ verteidigen. Das ist Quatsch – Krieg nutzt immer den Reichen und Mächtigen, egal welchen Staates und nicht denen, die in Uniformen gesteckt und an die Front geschickt werden. Es hilft uns am allermeisten, uns miteinander zu verbünden und z.B. zu streiken.

Wenn du kein*e Schüler*in bist und dich fragst, was du gegen die ganze Scheiße machen kannst – Möglichkeiten gibt’s genug:
Wenn du in einer Firma oder in der Forschung arbeitest und dort auch mit Rüstung und Militär kooperiert wird – veröffentliche diese Informationen, verzögere die Abläufe und beschädige Produktion, verweigere die Arbeit. Ob Tech- , Baufirma oder an der Uni oder Schule - der Krieg wird an unzähligen Orten vorbereitet und verwaltet.

Sabotieren wir gemeinsam den Krieg!

 

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Gegen die Wehrpflicht: Nächtlicher Besuch bei Bundeswehr in Kassel

 

5 März 2026 —von: anonym am: 05.03.2026 – 04:16

In der letzten Nacht haben wir zwei Niederlassungen der Bundeswehr in Kassel besucht. 

Am neuen “Karrierecenter” in Kassel-Marbachshöhe haben wir großflächig die Parolen “Nie wieder Wehrpflicht” und “Stop War” angebracht. Im Eingangsbereich des Gebäudes in Kassel-Waldau, in dem auch die Bundeswehr einige Büros hat, haben wir rote Farbe und zerbrochene Scheiben hinterlassen. 

In einem wahnwitzigen Tempo soll Deutschland kriegstüchtig gemacht werden. Das bedeutet: Massive Umverteilung von Steuergeldern auf die Bankkonten der Investoren von Rheinmetall, KNDS und Co. Und wenn die Waffenkammer erstmal gefüllt ist; wieso dann nicht benutzen?

Dazu fehlt dann noch das nötige Frontlinienfußvolk, und das sollen wir werden. Die Armee wird sich sicher nicht aus den Söhnen und Töchtern der Reichen und Mächtigen rekrutieren. Wer hier eh nix zu melden hat und vom Klassenaufstieg bloß träumen kann, ist gerade noch gut genug “seinem Land zu dienen”. Das heißt konkret: In der Ausbildung erniedrigt und vielleicht missbraucht, um dann in ein paar Jahren im Schützengraben dafür zu beten, nicht von der nächsten Drohne zerfetzt zu werden oder für Im- und Export den Seeweg nach Europa freizuschießen. Danke, nein!

Es ist eine Frechheit, dass uns die Herrschenden weismachen wollen, die Aufrüstung diene der Sicherheit und dem Frieden in der Welt. Für die Herrschenden kommt jede Diktatur als Geschäftspartner in Frage, hauptsache die Außenhandelsbilanz stimmt, der Standort Deutschland profitiert oder es kann dorthin abgeschoben werden.

Das ist ihre “wertebasierte Weltordnung”, die wir verteidigen sollen. Und dem selben Kalkül entsprechend wird in Zukunft über Krieg und Frieden entschieden. Wenn der Zugriff auf Rohstoffe, der sog. “Freihandel” oder was auch immer dann die “deutschen Interessen” sein mögen in Gefahr ist, sollen wir die wehrpflichtigen jungen Männer und Frauen irgendeines anderen kapitalistischen Staates totschießen, die selbst nichts anderes wollen als in Frieden und Freiheit leben.

Es gibt viele Dinge auf der Welt, für die es sich lohnt zu kämpfen, ja vielleicht sogar sein Leben dafür zu riskieren. Aber die Interessen des deutschen Kapitals gehören nicht dazu.

Schon der letzte Schulstreik hat gezeigt, dass sich viele Jugendliche nicht mit einer Welt der Kriege abfinden wollen. 

Wir werden uns nicht zu Soldaten erziehen lassen, die für diesen Staat in den Krieg ziehen. Wir werden uns nicht zu den Männern und Frauen machen lassen, die sie haben wollen: Abgehärtet an der Front oder aufopferungsvoll zu Hause, aber immer bereit ihr Leben für diesen Staat zu geben. Wir wollen ein Leben, in dem wir für einander da sind, nicht für dieses Land. 

Eine Welt des Friedens und der Freiheit ist möglich, wenn wir dafür kämpfen!

Darum schließen wir uns den Aufrufen an, sich heute am Schulstreik und allen folgenden Protesten gegen die deutsche Kriegsvorbereitung zu beteiligen!

Niemals kriegstüchtig!